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Kabel Glossar

Finden Sie Informationen zu Kabeln von A bis Z!
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Abgeschirmte Leitungen (engl. Screened cable, shielded cables)

Leitungen mit Schirm in Außenlage oder über den Adern oder im Doppelmantel. Der Schirm kann aus Geflecht, Folie oder Massivmetall bestehen. Bei Folie wird ein Beidraht der Beilauflitze verwendet. Kennzeichnung „C“, bei zusätzlicher PVC-Ummantelung „CY“, wenn Kupfergeflecht verwendet wird.

Ableitstrom (engl. Leakage current)

Ableitstrom nennt man den Strom der über die Betriebsisolierung eines Verbrauchers zur Erde oder einem anderen leitfähigen Teil fließt.. Er kann als reiner Wirkstrom oder auch als Wirkstrom mit kapazitivem Anteil vorkommen.

Abmessung (engl. Dimension)

Die Angabe für die geometrische Größe eines Drahtes oder einer Litze als Durchmesser oder als Querschnitt. Wird zusammen mit der Aderzahl verwendet, z. B. 12 x 2,5 mm2.

Abriebbeständigkeit (engl. Wear resistance)

Eigenschaft eines Kabels, Drahtes oder Materials, dem Oberflächenverschleiß standzuhalten. Wird beim Mantel mit Shore Härte angegeben

Abschirmung (engl. Shielding)

Aus gut leitendem Material bestehende Hülle über einer einzelnen, über paare oder über alle Adern einer Leitung. Abschirmungen dienen dazu, die Leitung vor dem Eindringen elektrischer und/oder magnetischer Felder zu schützen oder den Austritt elektrischer Störungen aus einer Leitung zu verhindern. Es werden verschiedene Abschirmungen verwendet: Als Geflecht oder als Wicklung aus Kupferdrähten, als Folienbewicklung aus Kupfer oder Aluminium,. Für die Abschirmung wird die Bedeckungsdichte in Prozent, angegeben. Möglich auch verzinnt, versilbert oder vergoldet.

Ader (engl. Core, conductor, insulated wire)

Einzelner isolierter Leiter, z. B. aus eindrähtigem oder mehrdrähtigem Kupfer bzw. Aluminium. Ader auch leitender Bestandteil von Leitungen und Kabeln, Isolation farbig oder mit Ziffern gekennzeichnet.

Ader-Ident-Code (engl. Core Ident Code)

VDE-DIN-Farbcode für farbcodierte Niederspannungskabel und -leitungen nach VDE 0293-308/HD 308 S2. z.B. DIN 47100 Regelung der Farbfolge

Aderverbinder (engl. Core joint)

Aderverbinder verbinden kunststoffisolierte Signalkabel- und Fernmeldeadern Die Adern werden mittels speziellen Zangen mit den Aderverbindern verpresst und somit lötfrei in die Verbindungsmuffe eingebracht.
Dies stellt eine feste, erschütterungssichere und dauerhafte Verbindung her.
Im Fernmeldebereich, eignen sich die Verbinder hervorragend für sämtliche Schwachstromanwendungen. Im Gebäude, wie z. B. Daten- und Signaltechnik, Lichtsteuerung oder Sicherheitstechnik.

Adhäsion (engl. Adhesion)

Klebe-, Haft-, Dichteeigenschaft des Außenmantels einer Leitung. Eigenschaft „adhäsionsarm“ wichtig z. B. bei Verwendung der Leitung in Schleppketten um ein Aneinanderkleben zu vermeiden.

Alterung (engl. Aging)

Die Änderung von Eigenschaften eines Materials in Abhängigkeit von der Zeit unter spezifischen Einsatzbedingungen wie z. B. Temperatur, UV-Strahlung, Ozon-Einfluss, chemische und thermische Belastungen usw.

Alterungsbeständigkeit (engl. Aging resistance)

Da Kabel und Leitungen oft viele Jahre z.B. chemischen, elektrischen und klimatischen Einwirkungen ausgeliefert sind, sollten bei Möglichkeit diese Eigenschaften untersucht werden. Hierzu werden alle in Kabel und Leitungen befindlichen Werkstoffe unter den erforderlichen Bedingungen getestet. Die Werkstoffe sollten eine sehr hohe, auf Ihren Einsatz geprüfte Alterungsbeständigkeit besitzen.

Alterungsschutzmittel (engl. Antioxidant, Oxidation inhibitor, Corrosion inhibitor)

Da Alterungsschutzmittel bei Gummimischungen färbend wirken, werden sie überwiegend bei dunklen Mischungen eingesetzt. Sie sollen verhindern das der Mantel Rissig wird.

Aluminiummantel (engl. Aluminium sheath)

Der Aluminiummantel ist leichter als der Bleimantel, besitzt eine bessere Leitfähigkeit und größere Festigkeit, benötigt aber unbedingt einen Kunststoffmantel als Korrosionsschutz.

Ampere

Die Stärke eines elektrischen Stromes, der durch einen Leiter strömt. Maßeinheit für die elektrische Stromstärke (A).

Anschlussleitung (engl. Direct line, connecting cable)

Eine Anschlussleitung ist eine mit einem Kupplungsstecker ferti konfektionierte Leitung, welche die Netzverbindung über diesen Stecker herstellt. Der feste Anschluss befindet sich innerhalb des Gerätes. Das Gerät ist ortsveränderlich. Der Kupplungsstecker enthält Schutzkontakte und ist thermoplastisch fest mit der Leitung verschweißt. Anschlussleitungen werden z. B. zum Verbinden von ortsveränderlichen Fernsprechapparaten benutzt.

ANSI

American National Standards Institute. Gremium in den USA, welches, ähnlich der deutschen DIN, Standards entwickelt und veröffentlicht.

Antennenkabel (engl. Antenna cable)

Antennenkabel / Koaxkabel sind Hochfrequenzkabel für z.B. Empfänger.- Senderanschlüsse, Hausverteilernetze und Einzelantennenanlagen. Ihr Einsatzgebiete sind hauptsächlich Übertragung des Hör- und Fernsehrundfunks. Sie müssen eine reflexionsarme Signalübertragung gewährleisten. Teilweise mit Doppelabschirmung.

Approbierte Leitungen (engl. Approved cables)

Approbierte Steuer- und Datenleitungen mit Approbationen, Normen wie z. B. VDE, UL/CSA.

Armierung (engl. Armouring)

Wird auch als Bewährung bezeichnet. Sie dienen dem mechanischen Schutz von Leitungen und Kabeln. Sie werden auf unterschiedlichste Art und mit den verschiedensten Materialien hergestellt, je nach der zu erwartenden Beanspruchung des Kabels. Sie bestehen aus Stahldrahtgeflechten, Rund- oder Flachdrähten aus Stahl, Bandeisen oder aus Kombinationen dieser Materialien.

ASI (engl. Actor Sensor Interface)

Bussystem für die unterste Automatisierungsebene. Ermöglicht den einfachen Anschluss von Sensoren, Aktoren und integrierten Systemen an die erste Steuerungsebene. Master-Slave-Prinzip. Bis zu 248 binäre Ein- und Ausgänge pro Netz, Information und Energie auf einer Leitung, verpolsichere Anschlusstechnik, freie Baumstruktur des Netzes,
Schutzart bis IP 67, Zykluszeit <5 ms, hohe Störfestigkeit und Fehlersicherheit.

ATEX-Zulassung (engl. ATEX approval)

Die Zulassung ist erforderlich zur bestimmungsgemäßen Verwendung von Geräten und
Schutzsystemen in explosions gefährdeten Bereichen.

Aufbau (construction)

Die Konstruktion des eigentlichen Leiters im inneren der Ummantelung.
z.B. Massivleiter, Mehrdrähtig, feindrähtig, feinstdrähtig
Wird auch nach VDE 0295 bzw. IEC 60228 geregelt. Siehe Tabelle

Aufdruck (engl. Cable print)

Farbige Kennzeichnung von einzelnen Elementen oder der Kabel und Leitungen auf den Außenmänteln durch Symbole, Zahlen, Namen, Kennzeichen.

Aufmachung (engl. Conditioning)

Angabe der Fertigungslänge von Leitungen und Kabeln zur Bestellung. Möglich sind Ringe Spulen, Fässer, sowie Trommelbewicklungen je nach Gewicht, oder benötigten Längen.

Außenkabel (engl. Outdoor cable)

Sind geeignet bei Außenverlegung in Erde, Luft, Wasser, Bergbau, auf See, in Industrieanlagen usw.

Außenmantel (engl. Outer sheath, /jacket)

Geschlossene Hülle zum Schutz der darunterliegenden Aufbauelemente.

Ausgleichsleitung (engl. Compensating cable)

Ausgleichsleitungen werden im Umfeld der Temperaturmessung mit einem Thermoelement eingesetzt. (Thermoelemente z. B.: Fe/CuNi Eisen-Konstanten (blau); NiCr/Ni Nickel-Chrom- Nickel
das Thermoelement besteht aus zwei Leitern aus verschiedenen Werkstoffen, zwischen denen je nach Temperatur eine elektrische Spannung entsteht. Die Ausgleichsleitung überträgt diese Spannung vom Thermoelement zu einer Vergleichsstelle. Durch die anliegende Spannung kann die Temperatur am Messpunkt zugeordnet werden.

AWG (engl. American wire gauge)

Abkürzung für „American Wire Gauge“. Standardausdruck für den Drahtdurchmesser. Wird die AWG-Zahl kleiner, wird der Drahtdurchmesser größer. Die tatsächlichen Werte (mm) sind abhängig von der Aderauflösung, je nachdem ob ein starrer Leiter oder eine Litze verwendet wird. Siehe Tabelle

AWG-Leitungen, AWG-Adern (engl. American wire gauge)

Leitungen oder Adern nach amerikanischen Querschnitten/ Abmessungen. Hohe AWG-Nummer ? kleine Querschnitte, niedrige AWG-Nummer ? große Querschnitte.

AWM

UL-Bezeichnung für Appliance Wiring Material.
Ist anerkannt für UL gelistete Kabel und Leitungen.
Sind in den verschiedensten Ausführungen möglich. Abgestimmt auf Ihre vielfältigen
Anwendungen.
Siehe Underwriter Laboratories

Bandierung (engl. Banding)

Umwicklung eines Aderbündels mit relativ schmalen Papier-, Textil-, Kunststoff- oder Metallstreifen. Wird aber auch bei z.B. Bandieren anstatt Extrodierenn von PTFE Kabeln verwendet

Bandleitung / Flachbandkabel (engl. Flat / Strip line)

Bandleitungen werden für feste Verlegung als Signalübertragungsleitungen in der Steuer-, Regelungs-, Mess- und Datenverarbeitungstechnik verwendet. Sie können bis zu 64 Adern enthalten, die durch Verschweißung der Isolierhülle parallel nebeneinander liegen. Einzeladern können aus der Bandleitung abgetrennt werden ohne die Isolierhülle zu beschädigen.

BASEC

Abkürzung für British Approvals Service for Cabels. Zertifizierungsstelle – Großbritannien und Nordirland.

Bebänderung (engl. Tape)

Der Verseilverband, bestehend aus mehreren Adern, und wird von der Bebänderung umgeben. Meißt besteht die Bebänderung aus einer oder mehreren Lagen Kunststoff- oder Papierbändern.

Bedruckung – Adern (engl. Core print)

Bei der Kabelproduktion können Adern verschieden gekennzeichnet werden. z.B.
1. Adern können mit einer Farbe gekennzeichnet sein.
2. Kennzeichnung mit verschiedenen Farbcodes
3. Bedruckung
4. Kombination von verschiedenen Farbcodes mit Bedruckung. Ring.- Bandmarkierung,
Es ist zu beachten, dass ausschließlich Schutzleiter grün-gelb zu kennzeichnen sind und diese Farben nur Verwendung finden dürfen, wenn keine Verwechslung mit dem grün-gelben Schutzleiter möglich ist.

Bedruckung – Kabelmäntel und Leitungen (engl. Sheath print)

Über die Bedruckung von Kabel- und Leitungsmänteln erhält der Kunde Informationen über Konstruktionsaufbau, prüf- und betriebsbedingte Kennzeichnungen, kundenspezifische Kennzeichnungen und Herstellerkennzeichnungen. Die Bedruckungen werden mit Laser- und Tintenstrahldruckern bzw. Druckrädern erstellt, sie sind aber den geprägten Schriftzeichen qualitativ unterlegen, da sie relativ schnell abscheuern oder abgewischt werden können. Zudem ist es nicht auf jedem Werkstoff möglich.
Teilweise ist die Oberfläche zu glatt.

Beidraht (engl. Drain Wire)

Ein Beidraht ist ein nicht-isolierter Leiter als Bestandteil eines mehradrigen isolierten abgeschirmten Kabels. Er wird in engem Kontakt unter der Abschirmung geführt. Beidrähte werden verwendet, um in jedem Teil einer elektrischen Verbinderanordnung eine gute Verbindung zum Grundpotential und zur Abschirmung zu ermöglichen

Beilauf (engl. Filler, valley sealer)

Füll- oder Stützelement in einzelnen Verseillagen bei Kabeln bzw. Leitungen.
Kann bei unsymetrischem Kabelaufbau zum abrunden des Kabels verwendet weden.

Beilaufdraht (engl. Filler wire)

Meistens ein verzinnter Kupferdraht, welcher auf der gesamten Kabel- oder Leitungslänge mit der Aluminiumschicht des Schirmes Kontakt haben soll. Damit der Beilaufdraht bei der Abbiegung der Leitung nicht abreißt, muss er sehr locker (gewellt) auf der Kabelseele liegen. Eventuelle Schirmbrüche sollen durch den Beidraht überbrückt werden.

Betriebsspannung (engl. Operating voltage)

Die tatsächliche Stromspannung in einem Netz. Diese kann leicht schwanken, verursacht durch die wechselnde Inanspruchnahme von Stromabnehmern.

Betriebsstrom (engl. Working current, service current)

Der höchstzulässige Strom, welcher übertragen werden darf.

Betriebstemperatur (engl. Operating temperature range)

Der zwischen der unteren (tiefste zulässige Temperatur) und oberen (höchste zulässige Temperatur) Grenztemperatur liegende Bereich, der vom Anwender genutzt werden kann.
Unter umständen kann es zu kurzzeitige Betriebstemperaturspitzen kommen.

Bewehrung (engl. Armouring, armour)

Ein besonderer mechanischer Schutz gegen äußere Beanspruchung von Zugkräften. Sie wird auch häufig als Armierung definiert.

Bewehrungsarten (engl. Armouring types)

Am gebräuchlichsten sind die Stahlflachdraht-, die Stahlband-, die Stahlprofildraht- und die Stahlrunddrahtbewehrung mit einer äußeren Schutzhülle.

Biegefähigkeit (engl. Bending capacity)

Die Biegefähigkeit gibt an, bis zu welchem zulässigen Biegeradius biegsame Erzeugnisse gebogen werden dürfen, ohne ihre Funktionsfähigkeit einzubüßen.

Biegeradien (engl. Bending radii)

Zulässiger Radius für die gelegentliche oder ständige Biegung von Leitungen und Kabel. Definiert wird der Biegeradius mit dem x-fachen Wert des Leitungsdurchmessers. Die Konstruktion der Leitungen/Kabel bestimmt den kleinsten zulässigen Biegeradius, so
dass dieser nach oben oder unten beeinflusst werden kann.

Biegezyklen (engl. Bending cycle)

Anzahl der in der Schleppkette wiederholten Biegungen (wie oft wurde eine Leitung beim Test, bei der Verwendung aktiv belastet?).

Blaue Leitung (engl. Blue cable)

Leitung für eigensichere Anlagen in explosionsgefährdeten Anlagen. Dort ist die Kennfarbe blau, RAL 5015 vorgeschrieben.
Ausführungen gibt es ohne und mit Schirmung.

Brennverhalten (engl. Fire behavior)

Eigenschaft, welche das Verhalten des Kabels unter Flammeinwirkung (insbesondere die Brandfortleitung) beschreibt.

British Standard Wire Gauge

Wird auch bezeichnet als NBS (New British Standard), SWG (Standard Wire Gauge), Legal Standard und Imperial Wire Gauge. Ist eine Abwandlung von Birmingham Wire Gauge, eine gültige Normung aus Großbritannien für alle Drähte.

Bündel (engl. Bundle)

Mehrere Adern oder Paare, die zu einer Gruppe verseilt sind, und die ihrerseits ein Element innerhalb eines Verseilverbandes bilden.

Bus-System (engl. Bus-system)

Ein Bus ist ein System zur Übertragung von Daten zwischen mehreren Teilnehmern über einen gemeinsamen Übertragungsweg, bei dem die Teilnehmer nicht an der Datenübertragung zwischen anderen Teilnehmern beteiligt sind. Die Abkürzung Bus steht dabei für Binary Unit System

CE-Kennzeichnung (engl. CE marking)

Sie besteht aus dem grafischen Symbol „CE“ und weist auf die Übereinstimmung mit allen EU-Richtlinien hin, von denen das gekennzeichnete Produkt erfasst wird. CE besagt, dass die natürliche oder juristische Person, die die Anbindung durchgeführt oder veranlasst hat, sich vergewissert hat, dass das Erzeugnis alle Gemeinschaftsrichtlinien zur vollständigen Harmonisierung erfüllt und allen vorgeschriebenen Konformitätsbewertungsverfahren unterzogen wurde.

Compound

Als Compound bezeichnet man Werkstoffmischungen aus polymeren Kunststoffen mit Füllstoffen. Oft werden Polymere mit Farben, Verarbeitungshilfen, Fasern und anderen Füllstoffen compoundiert.

Copolymer (engl. Copolymere)

Mischung, die aus zwei oder drei Monomeren zu einer Kette polimerisieren.

CSA

Abkürzung für „Canadian Standards Association“. Kanadische Normen- und Prüfstelle. Ähnlich VDE in Deutschland.

D.C.

Abkürzung für Direct Current = Gleichstrom.

Dämpfung (engl. Attenuation)

Unter Dämpfung versteht man die Reduzierung der Signalamplitude während der Übertragung in einem Medium. Sie nimmt mit zunehmender Frequenz und Kabellänge zu. Der Signalpegel verschlechtert sich dabei.

Datenbus (engl. Data bus)

Ein System von zusammengehörigen Leitungen, auf denen Datenbits übertragen werden.

Datenkabel (engl. Data transmission cable)

Kabel oder Leitungen, die aufgrund ihres Aufbaus geeignet sind, Impulse der elektrischen Datenverarbeitung möglichst fehlerfrei zu übertragen. Je nach Störanfälligkeit der Daten-Impulse sind einfachere oder kompliziertere Konstruktionen notwendig.

Datenübertragung (engl. Data transmission, data transfer)

Eine optische Datenübertragung erfolgt immer seriell. Vor der Datenübertragung werden parallel anstehende Daten immer seriell aufbereitet und nach der Übertragung wieder parallel zurückbereitet. Man spricht hier auch von einer seriellen Digitale Datenübertragung, da all diese Daten immer als Digitalsignale übertragen werden.

Datenübertragungskabel (engl. Data transmission cable)

Computer-Kabel (Li2YCY-PIMF) oder andere, mindestens paarige verseilte, meist abgeschirmte, oft einzeln abgeschirmte Leitungen, z. B. TP = twisted pair.

Datenübertragungsrate (engl. Data transmission rate)

Maßeinheit für die Übertragungsgeschwindigkeit einer Datenübertragung. Sie wird in bit/s oder byte/s gemessen.

DEL

Abkürzung für „Deutsches Elektrolytkupfer für Leitzwecke“. DEL ist die Börsennotierung für 99,5% reines Kupfer in Euro/100 kg
DEMKO
Abkürzung für „Danmarks Elektriska Materialkontroll“ – Dänische Normen und Prüfstelle, Prüf- und Zertifizierungsstelle, Aufgaben ähnlich VDE/UL.

DESINAŽ

Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e. V. (VDW) hat mit DESINAŽ
ein umfassendes Gesamtkonzept für die Standardisierung der elektrischen Installation von Anlagen und Maschinen entwickelt.

DeviceNetTM

Einfaches CAN-basiertes Kommunikationssystem zur Vernetzung industrieller Automatisierungsmittel
mit übergeordneten Steuereinrichtungen. Als Übertragungsmedium dienen zwei verdrillte und geschirmte Leiterpaare innerhalb eines Kabels. Das eine dient der Kommunikation und das andere zur Stromversorgung der angeschlossenen Einrichtung (max. 8 A bei 24 V Gleichspannung).

Dezibel (engl. Decibel)

Dezibel ist das logarithmische Verhältnis zweier Pegel (z. B. Eingangspegel zu Ausgangspegel). Die Maßeinheit ist wird mit dB angegeben.

Dielektrikum (engl. Dielectric)

Dielektrisch ist die Eigenart bestimmter Stoffe, elektrisch nichtleitend – demnach isolierend – zu sein. Als Dielektrikum bezeichnet man einen elektrisch isolierenden Stoff, in dem ein äußeres elektrisches Feld (z. B. bei Koaxialkabel) ein Gegenfeld aufbaut. Ein Dielektrikum bewirkt, dass ein statisch elektrisches Feld auch ohne fortwährende Zufuhr elektrischer Ladung bestehen bleibt.

DIN

Abkürzung für Deutsches Institut für Normung. Sitz ist in Berlin (Deutschland).

DIN EN

Ins deutsche Normenwerk übernommene Europäische Nom.

Dispersion

Streuung der Signallaufzeit in einem Lichtwellenleiter. Sie setzt sich aus verschiedenen Anteilen zusammen: Modendispersion, Materialdispersion und Wellenleiterdispersion. Infolge seiner Dispersion wirkt ein Lichtwellenleiter für die zu übertragenden Signale als Tiefpassfilter (siehe ? Übertragungsfunktion).

DKE

Abkürzung für Deutsche Kommission Elektrotechnik und Elektronik. Sie Ist ein Organ des Deutschen Instituts für Normung (DIN) sowie ihres Trägers, des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE). Sie dient als Verband zur Erarbeitung von Normen in der Elektro- und Informationstechnik. DKE ist deutsches Mitglied in den europäischen und weltweiten Normungsorganisationen.

Drahtbündel (engl. Unit of wires)

Blanke Drahtbündel sind das Ausgangsprodukt von Kupferlitzen. Sie finden auch als Kupferlitzen bei Drahtschirmen Verwendung (nicht isoliertes Produkt).

Drahtziehen (engl. Wire drawing)

Kaltumformverfahren, bei dem in hintereinander liegenden, immer kleiner werdenden Ziehsteinen (Hartmetallkerne oder Diamanten) der Querschnitt der Press- oder Walzdrähte stufenweise vermindert wird.

Drehstrom (engl. Alternating current)

Der Drehstrom entsteht durch die Verkettung dreier Wechselströme mit gleichen Schwingungswerten und gleichen Frequenzen. Auch Mehrphasen-Wechselstrom genannt.

Duplexbetrieb (engl. Duplex operation)

Übertragung von zwei unabhängigen Signalen über eine bestimmte Strecke.

Durchschlag (engl. Breakdown)

Gemeint ist der elektrische Durchschlag zwischen zwei Leitern oder einem Leiter im Wasser während des Prüfvorgangs, wenn die Isolation der ständig gesteigerten Spannung (Durchschlagsspannung) nicht mehr standhält bzw. wenn bei konstanter Spannung eine Fehlerstelle in der Isolation innerhalb einer vorgegebenen Zeit zu einem Durchschlag führt.

ECAD-Bauteilenorm

Die ECAD-Bauteilenorm ist eine herstellerunabhängige Norm für die Beschreibung von Artikel- und Engineeringdaten der Elektrotechnik, insbesondere für den Maschinen- und Anlagenbau.

EIA

Abkürzung für „Electronic Industries Associations“.

Eigensicher (engl. Intrinsically safe)

Elektrische Installation, die aus Sicht der Explosionsgefahr in sich sicher ist, d. h. in der keine Funken entstehen können. Alle Leitungen, müssen in blauer Farbe (RAL 5015) ausgeführt sein

Eindrähtig (engl. Single wire)

Siehe ? Leiter, eindrähtig

Elastomer (engl. Elastomere)

Elaste werden zur Ummantelung und Isolierung von Kabeln und Leitungen in großem Umfang, wegen ihrer guten elektrischen und mechanischen Eigenschaften, eingesetzt. Elaste sind hochmolekulare Stoffe, deren Elastizität vom Vernetzungsgrad abhängt. Der größte Unterschied zwischen elastischem und plastischem Material liegt bei der Be- und Entlastung. Elastisches Material erhält nach der Entlastung seine Ausgangsform.

Elektrischer Leiterquerschnitt (engl. Electric diameter of conductors)

Wird durch Messungen des elektrischen Widerstandes an den Leitern ermittelt.

Elektrischer Widerstand (engl. Electric resistance)

Widerstand, den ein Stromkreis dem Durchgang des Stromes entgegenstellt. Der Widerstand wird in Ohm angegeben und gemessen.

Elektrisches Feld (engl. Electric Field)

Beim Anlegen von Spannungen an Kabel bilden sich elektrische Felder, die je nach Kabelkonstruktion verschiedenartig ausfallen können. Im Niederspannungsbereich bis ca. 1kV haben elektrische Felder wenig Einfluss auf die dicke der Isolation. Im Hochspannungsbereich werden hohe Forderungen an die Werkstoffe und die Abmessungen gestellt. Ein elektrisches Feld wird durch Feldlinien dargestellt. Die Dichte dieser Feldlinien zeigt die Größe der Kraft, die zwischen den zwei Punkten einer Feldlinie herrscht (Spannung).

Elektrizität (engl. Electricity)

Energieform, die auf der Strömung von freien Elektronen beruht.

Elektromagnetischer Schutz (engl. Electromagnetic protection)

Schutz vor Störungen, die auf das Kabel von außen einwirken (Immissionen). Schutz vor Störungen, die vom Kabel ausgehen (Emissionen). Geflecht aus verzinntem Kupfer verhindert dieses. Bedeckungsgrad gibt in % die Wirksamkeit an.

EMK

Abkürzung für Elektromotorische Kraft.

EMS

Abkürzung für Electromagnetic Susceptibility bzw. Eletromagnetische Störfestigkeit. Funktionsbeständigkeit eines Betrachtungsobjekts gegenüber elektromagnetischen Störgrößen.

EMV (engl. EMC)

Abkürzung für Electromagnetic Compatibility bzw. Elektromagnetische Verträglichkeit. Fähigkeit eines Systems, Apparates oder einer Anlage, in der elektromagnetischen Umwelt zufriedenstellend zu arbeiten, ohne dabei selbst elektromagnetische Störungen zu verursachen, die für alle in dieser Umwelt vorhandenen Systeme, störend wären.

EN

Abkürzung für Europäische Normen bzw. European Standards.

Energieführungskette (engl. Cable carrier)

Baugruppe wird unter anderem bei Robotern eingesetzt, zur richtungsgebundenen, bewegten Führung von biegeflexiblen Leitungen aller Art.

Erde (engl. Earth electrocode, ground system)

Leiter, der mit der Erde in leitender Verbindung steht. Er ist z. B. in der Erde eingebettet oder mit der Erde großflächig in Berührung. / Ringanker - Stabanker bei Hausinstallation

Erdkabel (engl. Underground cable)

Ein Erdkabel ist ein im Erdboden verlegtes Strom- oder Nachrichtenkabel mit einer besonders robusten Isolierung nach außen (Kabelmantel), die eine Zerstörung derselben durch chemische Einflüsse im Erdreich bzw. im Boden lebender Kleintiere (Nagetiere) verhindert

Erdung (engl. Earthing)

Durch die Erdung wird ein eindeutiges Bezugspotential für die Schirmung der aktiven und passiven Komponenten eines Netzwerkes gewährleistet.

ETSI

Abkürzung für „European Telecommunication Standards Institute“ – Europäisches Institut für Telekommunikationsnormen

Extruder (engl. Extruionline)

Mit dem Extruder wird die Isolation auf den Innenleiter aufgebracht. Granulat wird erwärmt und über eine Förderschnecke zugeführt.

Fahrzeugleitungen

Fahrzeugleitungen sind Adern und Leitungen, die im KFZ- und LKW- Bereich eingesetzt werden z.B. FLRY-A / FLRY-B

Farad

Maßeinheit für die elektrische Kapazität.

Farbcode (engl. Colour code)

Zur einheitlichen Kennzeichnung von Kabel und Leitungen ist von verschiedenen Institutionen, u. a. von EIA, DIN und IEC, eine Farbcodierung standardisiert worden.

Feldbustechnik (engl. Fieldbus technology)

Ein Feldbus verbindet in einer Anlage Messfühler (Sensoren) und (Aktoren) zwecks Kommunikation mit einem Steuerungsgerät. Wenn mehrere Kommunikationsteilnehmer ihre Nachrichten über dieselbe Leitung senden, dann muss festgelegt sein, wer (Kennung) was (Messwert, Befehl) wann (Initiative) sagt. Hierfür gibt es normierte Protokolle. Der Feldbus ersetzt die parallelen Leitungsbündel durch ein einziges Buskabel und verbindet alle Ebenen, von der Feld- bis zur Leitebene.

Flachbandleitung (engl. Flat cable)

Bandleitung, bei der einzelne Litzen zu einem Band miteinander verschweißt sind (grau, farbcodiert) und meistens in kleinen Querschnitten (0,08 bis 0,25 / AWG 30-AWG 24). Die einzelnen Adern sind meistens trennbar. Anwendungsfall: In der Elektronik zum Verbinden von Leiterplatten.

Flammwidrigkeit (engl. Fire resistant)

Eigenschaft der für die Isolationen und Mäntel verwendeten Stoffe, bei Hitzeeinwirkung nur mit Verzögerung in Brand zu geraten und bei Entfernung der Wärmequelle von selbst zu verlöschen.

Flechtwinkel (engl. Braid angle)

Abweichung in Grad zwischen der Längsachse und der Drahtführung innerhalb des Geflechts. (Bei Kupfergeflecht zur Schirmung)

Flexibilität (engl. Flexibility)

Wird z.B. beim Einsatz von Aufzugskabel oder Roboterkabel angefordert, ohne das Beeinträchtigungen der Funktionsfähigkeit auftreten.

Frequenz (engl. Frequency)

Anzahl der Polaritätswechsel beim Wechselstrom pro Sekunde, Messeinheit in Hertz (Hz). Deutsches Stromnetz = 50 Hz

FTP (FTP = Foil Shielded Twisted Pairs)

Bei diesen paarverseilten Kabeln mit Folienschirm sind die paarverseilten Adern durch eine gemeinsame kunststoffkaschierte Aluminiumfolie geschirmt.

Füller (engl. Pad)

Nichtleitendes, aus Isolierstoff (PVC) oder Textil bestehendes Element, das zum Ausfüllen oder Abrunden von Lücken in der Leitung benutzt wird. Wird auch Blindader genannt.

Geberleitungen (engl. Signal cable)

Über Geberleitungen werden Elektromotoren auf ihre Genauigkeit und Exaktheit gesteuert.

Geflecht (engl. Braiding)

Anordnung von sich kreuzenden verzinnten Kupferdrähten zur Schirmung. Es kann aus Stahldrähten, schützende oder tragende Aufgaben erfüllen. Geflechte können eng- oder weitmaschig (Bedeckungsdichte in Prozent), mit unterschiedlichen Flechtwinkeln ausgeführt werden.

Gegenschlag (engl. Opposite direction of lay)

Siehe ? Verseilung

Gleichschlag (engl. Same direction of lay)

Siehe ? Verseilung

Glimmer (engl. Mica powder)

Mineralisches Naturprodukt, das feingemahlen für sich allein oder gemischt mit Talkum als Trenn- und Gleitmittel verwendet wird. Glimmer wird auch für thermisch hoch belastete Leiterisolationen in Form von z.B. Folien verwendet.

GOST

Normeninstitut in Russland (vergleichbar mit VDE in Deutschland, British Standard in Groß­britannien, IMQ in Italien, UTE in Frankreich)

Gummischlauchleitung ( engl. Rubber insulated cable)

Kabel mit Gummiummantelung z.B. H07RN-F

Halbleiter (engl. Semi-conductor)

Werkstoffe, deren elektrische Leitfähigkeit von verschiedenen Einflüssen abhängt, z. B. Stromrichtung, Temperatur, Lichteinfall. Durch Vermischen mit leitenden Stoffen (Kohle, Graphit) können Isolierstoffe (PVC) halbleitend modifiziert werden.

Halogenfrei (engl. Halogen free)

Stoffe, die keine Halogene (= Salzbildner) wie z. B. Chlor (Cl), Brom (Br), Jod (J) oder Fluor (F) enthalten. Halogenfreie Kabel enthalten keine Halogene, d.h.
die Isolier- und Mantelwerkstoffe dieser Kabel bestehen
aus Polymeren auf der Basis reiner Kohlenwasserstoffe.
Bei Verbrennung derartiger Werkstoffe entstehen keine korrosiven oder toxischen Gase,sondern nur Wasserdampf und Kohlendioxid.

Handgeräteleitungen (engl. Cables for hand-held machinery)

Handgeräteleitungen sind Anschluss- und Verlängerungsleitungen für Elektrowerkzeuge mit Einsatz im Freien oder in geschlossenen Räumen

Hängekabel (engl. Lift cable)

Hängekabel sind Steuerleitungen mit einer Zugentlastung Tragorgan im Kabel die z. B. an Aufzügen, Portalkränen, Tiefbrunnen eingesetzt werden.

HAR

Prüfzeichen einer harmonisierten Leitung nach CENELEC-HD-Normen, Vergabe nur durch HAR-Prüfstellen wie z. B. VDE, USE, BASEC, USE, SEV.

Härte (engl. Hardness)

Wird auch als Shore härte bezeichnet.
Wiederstandsfähigkeit des Außenmantels

Hybridkabel (engl. Hybrid cable)

Kabel das verschiedenen Übertragungsleitungen wie Druck,- Kupferleiter, HF-Leiter.
enthält

ICEA

Abkürzung für Insulated Cable Engineers Association. Unterausschuss von NEMA – USA.

IEC

Abkürzung für International Electrotechnical Commission bzw. Internationales Elektrotechnisches Commitee. Normenausschuss zur internationalen Normung von Elektromaterial bzw. Internationale Kommission für die Normung auf dem Gebiet der Elektrotechnik und Elektronik.

Impedanz (Wellenwiderstand) (engl. Characteristic Impedance)

Setzt sich zusammen aus dem ohmschen Widerstand und den frequenzabhängigen Widerständen von Induktivitäten und Kapazitäten. Die Impedanz einer Leitung stellt das Verhältnis der in einer Richtung fortschreitenden Spannungswellen zu der in der gleichen Richtung wandernden Stromwelle dar. Wichtig ist, dass die Impedanz des Kabels mit der Eingangs-/Ausgangsimpedanz der angeschlossenen Endgeräte übereinstimmt.

Imprägnierlacke (engl. impregnation varnish colour)

Die Umspinnungen der Leiter, z.B. mit Glasseide, haften nicht auf dem Leiter und haben keinen Zusammenhalt untereinander im nichtimprägnierten Zustand. Imprägnierlacke, die nach der Umspinnung aufgetragen werden, beseitigen diesen Mangel. Sie werden in Wärmebeständigkeitsklassen zwischen 120 °C und 180 °C unterteilt, um verschiedene Isoliermaterialien verwenden zu können.

Induktanz (engl. inductive reactance)

Induktanz ist der Induktive Widerstand eines
Stromkreises (induktiver Blindwiderstand).

Induktion (engl. induction [logic])

Elektromagnetische Induktion ist der Vorgang, bei dem in einem Leiter eine elektromotorische Kraft erzeugt bzw. bei geschlossenem Stromkreis ein Induktionsstrom hervorgerufen wird.

Induktive Kopplung (engl. inductive coupling)

Gegeninduktivität zwischen zwei Sprechkreisen.
Siehe "Kopplung"

Innenleiter (engl. inner conductor)

Bei Koaxialpaaren im Kern liegende Zentralleiter, Innenleiter genannt.

Inpedanz (engl. impedance)

Inpedanz ist der Scheinwiderstand, komplexer Widerstand.

Interface (engl. interface)

Schnittstelle, Übergangsstelle zwischen den verschiedenen Hardwareeinheiten

Interferenz (engl. interference)

Bei der Interferenz werden mehrere Wellen im Raum überlagert. Zwei Wellen gleicher Amplituden, gleicher Phasen und Wellenlängen verstärken sich. Wenn Wellenlängen dagegen gegeneinander verschoben werden, so löschen sie sich gegenseitig aus.

Interaktiv (engl. Interactive)

Eigenschaft zweier Systeme, wechselseitig aufeinander einzuwirken, um Mitteilungen auszutauschen.

Interbus

Auf der untersten Ebene des Hierarchiemodells der Automatisierung werden besondere Anforderungen an ein Kommunikationssystem gestellt. Anschaltkosten, Echtzeitfähigkeit und kurze Zykluszeiten sind von besonderer Bedeutung. Die zu übertragenden Daten, meist Meß- oder Steuerwerte, sind typischerweise nur wenige Bits lang. Auf diese speziellen Anforderungen ist der in DIN E 19258 genormte INTERBUS-S mit seinem Summenrahmen-Protokoll spezialisiert. Mit einer Taktrate von 500 Kbit/s und einer Netto-Datenrate von ca. 50% lassen sich auch zeitkritische Steuerungen über ein Bussystem realisieren. Mit ca. 1.000.000 INTERBUS-S Knoten, die weltweit im Einsatz sind, zählt das System mit zu den führenden Feldbussystemen. In einigen Bereichen wie z. B. der Vernetzung von Frequenzumrichtern und in der Antriebstechnik kann sogar von einer Marktführerschaft ausgegangen werden.

IP-Code

Ein Einteilung in Schutzklassen, um das Eindringen von festen Fremdkörpern und/oder Wasser anzuzeigen und um zusätzliche Informationen in Verbindung mit einem solchen Schutz anzugeben (siehe EN 602529).

ISDN

Abkürzung für Integrated Services Digital Network. Dienstintegrierendes digitales Fernmeldenetz. Eignet sich für die Übertragung von Sprache, Text, Bild und Daten.

ISO

International Organization for Standardization. Komitee, das international anerkannte Normen entwickelt.

Isolation (engl. Insulation)

Das Verhindern des Durchgangs elektrischer Ströme mittels nichtleitender Stoffe. Stoffe sind nichtleitend (als Isolatoren geeignet), wenn sie keine oder nur vereinzelte Leitungselektronen enthalten. Dazu gehören u. a. verschiedene Kunststoffe, Gummi, Keramik, Porzellan, Glas

Isolationserhalt (engl. insulation integrity)

Der Isolationserhalt wird mittels einer Prüfung nach VDE 0472T814 nachgewiesen (Prüfungsdauer 180 min).

Isolationswiderstand (engl. Insulation resistance)

Der mit Gleichspannung an einem nichtmetallischen Werkstoff gemessene elektrische Widerstand zwischen zwei Elektroden.

Isolierlacke (engl. insulating varnish)

Der spannungsführende Leiter einer Leitung oder eines Kabels muss gegen andere Leiter oder Metallmäntel isoliert sein. Diese Isolierschicht besteht aus einem Speziallack Anwendung bei Wickeldrähte und Lackdrähte

Kabel (engl. Cable)

Mit umhüllenden Schichten (Mantel) versehene Zusammenfassung mehrerer Adern oder auch die Umhüllung einer einzelnen Ader. Die Umhüllungen schützen die Adern vor schädigenden Einflüssen aller Art. Kabel dienen dem Transport des elektrischen Stroms. Aber auch der Weiterleitung von Informationen

Kabelaufbau (engl. Cable set-up)

Beschreibt (von innen nach außen) die für Kabel und Leitungen verwendeten Werkstoffe, deren Ausführungsarten und Beschaffenheit sowie die Lage der einzelnen .

Kabelbaum (engl. Cable tree)

Zusammenfassung von Einzeladern oder Leitungen durch Abbinden mit Nylonbindern, Wendeln oder Schlauchumhüllungen. Vielfältige Baumformen können beim Zusammenfassen entstehen.

Kabellitzen (engl. cable strand)

Blanke Kabellitzen sind das Ausgangsprodukt von isolierten Litzenleitern.

Kabelisolieröl (engl. insulation oil for cables)

Kabelisolierpapiere für Starkstromkabel müssen zur Verbesserung der dielektrischen Eigenschaften mit Kabelisolierölen getränkt werden, um die Poren und die Zwischenräume in den einzelnen Papierlagen auszufüllen. Die Öle werden aus naphthenbasischen Erdölen hergestellt und müssen eine hohe Viskosität und Klebrigkeit besitzen.

Kabelpapier (engl. paper for cables)

Kabelpapier wird in der Kabelindustrie als Isoliermaterial für Starkstromkabel, Fernmeldekabel, Wickeldrähte, leitfähiges Papier (Rußpapier) oder Papier mit leitfähigen Schichten verwendet. Es kann sowohl trocken als auch im getränkten Zustand verarbeitet werden.

Kältewickelprüfung (engl. Bending test at low temperature)

Flexibilitäts-Kältetest von Kabeln und Leitungen. Eine kalte Leitung wird um einen Dorn gewickelt, wobei keine Risse in der Isolation auftreten dürfen.

Kapazität (engl. Capacity)

Elektrische Maßeinheit, gemessen in Farad.

Kern (engl. Central filler)

Der Kern ist ein Konstruktionselement, über dem andere Konstruktionselemente angebracht werden. Kann hilfreich sein zur Konstruktion des Kabels.

Koaxial-Kabel (engl. Coaxial cable)

Konzentrisches Leiterpaar, bestehend aus einem Innenleiter und einem Außenleiter, der den Innenleiter vollständig umschließt. Vielfätige Innenleiter und Abschirmung möglich. Koaxial-Kabel eignen sich zur dämpfungsarmen und verzerrungsfreien Übertragung von Signalen hoher Bandbreite. Koaxial-Kabel werden in Fernmelde-Hochfrequenzanlagen zur Übertragung hochfrequenter Signale benutzt.

Kompensationsleitung (engl. Compensating cable)

Siehe auch Ausgleichsleitung

Konduktanz (engl. Conductance)

Der elektrische Leitwert ist der Kehrwert des elektrischen Widerstands.

Konfektionierte Leitung (engl. Assembly)

Eine installationsfertig hergerichtete Leitung. Sie ist auf die entsprechende Länge geschnitten und an den Enden mit Anschlusselementen (Steckern, Kabelschuhen etc.) bestückt. Wird vom Konfektionär gebrauchsfertig montiert.

Konzentrischer Leiter (engl. Concentric conductor)

Der konzentrische Leiter (z. B. NYCWY) darf als PE-Leiter oder PEN-Leiter verwendet werden, er darf auch als Schirm dienen.

Kopplung (engl. coupling)

Durch den engen räumlichen Aufbau der Fernmeldekabel entstehen elektrische Beeinflussungen der Sprechkreise untereinander, die Kopplungen. Sie bewirken das Nebensprechen.

Kopplungswiderstand (engl. Transfer impedance)

Gibt die Qualität der Schirmung an, und wird definiert als das Verhältnis der Spannung längs des Schirms des gestörten Systems zum Strom des störenden Systems.

Korrosion (engl. Corrosion)

Zersetzung von Mineralien und Werkstoffen durch mechanische und chemische Umwelteinflüsse Verbindungen aus z.B. Flour oder Chlor sind beim verbrennen höchst korrosiv und auch toxisch. In der Folge sind häufi die Korrosionsschäden
höher als die eigentlichen Brandschäden.

Korrosionsbeständigkeit (engl. corrosion resistance)

Leitungen und Kabel in Förderanlagen, Schiffen, Schiffsanlagen, Hafenanlagen sind in ihrer Korrosionsbeständigkeit gegen Salzwasser und Schwingungsfestigkeit sehr anfällig. Die Außenlagen dieser Leitungen und Kabel müssen deshalb aus mehreren Lagen bitumengetränkter Schutzhüllen und Bewehrungen oder aus Kunststoffmänteln bestehen.

Kupfer (engl. Copper)

Bester und beliebtester Werkstoff zur Herstellung von elektrischen Leitern. Sehr gute Leitfähigkeit von Wärme und Elektrizität. Des Weiteren besitzt Kupfer (Cu) eine sehr gute Verformbarkeit sowie gute Festigkeitseigenschaften.

Kupferbasis (engl. Copper base)

Der Geldwert, mit dem das in den Leitungen und Kabeln enthaltene Kupfer im Preis bewertet ist. Wird bei Berechnungen häufig mit Basis 0 oder 150 angegeben.

Kupfergeflechtband (engl. taped copper tube)

Kupfergeflechtbänder werden als Erdung oder als konzentrische Abschirmung verwendet. Sie bestehen aus einem verzinnten Kupfergeflecht, sind bruchfest und hochflexibel. Die Kupfergeflechtsbänder werden in Verbindungsmuffen in Lagen, die sich zur Hälfte überlappen sollen, gewickelt und meistens mit Rollfedern fixiert.

Kupferzahl (engl. Copper weight)

Sie drückt die Menge in kg, des in Kabel und Leitungen enthaltenen Kupfers aus.

Kupferzuschlag (engl. copper surcharge)

Differenz zwischen dem Wert des Kupfers auf Grundlage der einberechneten Kupferbasis und dem Wert zur DEL-Tagesnotierung. [Kupferzahl (kg / km) x (DEL - Kupferbasis)] / 100

Kurzschlussfest (engl. short-circuit proof)

Betriebsmittel wie Kabel, Leitungen und Geräte gelten als kurzschlussfest, wenn sie den mechanischen (dynamischen) und thermischen Wirkungen des zu erwartenden Kurzschlussstromes stand halten, ohne daß ihre Funktionsfähigkeit beeinträchtigt wird.

Kurzschlusssicher (engl. short-circuit proof)

Betriebsmittel wie Kabel, Leitungen und Geräte gelten als kurzschlusssicher, wenn unter vorbestimmten Betriebsbedingungen kein Kurzschluss auftritt.

Kurzschlussstrom (engl. short-circuit current)

Der Kurzschlussstrom ist ein Strom, der wegen eines Fehlers zwischen zwei Leitern zu fließen beginnt.

kV

Abkürzung für Kilovolt. 1 Kilovolt entspricht 1.000 Volt.

KVA

Abkürzung für Kilovolt x Ampere

KW

Abkürzung für Kilowatt = 1000 Watt

Lackdrähte (engl. copper wire, enamelled wire)

Lackisolierte Wickeldrähte bestehen aus dem Cu-Leiter und der darüber liegenden Lackisolierung. Lackdrähte werden als Rund-, Flach- und Profildrähte hergestellt. Der Vorteil der Lackdrähte gegenüber anderen Wickeldrahttypen liegt in der geringen Wanddicke der Isolierung.

Ladestrom, Leerlaufstrom (engl. charging current, noload current)

Beim Anlegen einer Wechselspannung fließt über die Betriebskapazität, unabhängig vom Verbraucherstrom, ein kapazitiver Blindstrom, der als Ladestrom (Leerlaufstrom) bezeichnet wird.

LAN

Abkürzung für Local Area Network. Räumlich begrenztes Netzwerk, das für haus- bzw. firmeninterne Kommunikation genutzt wird.

Längswasserdichtigkeit (engl. Longitudinal water tightness)

Sie wird erreicht durch die Ausfüllung der Hohlräume zwischen den Aderanordnungen mit Füllstoff verschiedener Art (z. B. Petrolatfüllung).

Leistung (engl. Capacity)

Elektrische Maßeinheit V x A= Watt.

Leiter (engl. Conductor)

Draht der meist aus Kupfer, Aluminium oder aber auch aus Legierungen besteht und eine gute Leitfähigkeit besitzt.

Leiter, eindrähtig (engl. Single–wired conductor)

Der eindrähtige Leiter besteht aus nur einem einzelnen Draht.

Leiterwiderstand (engl. Ohmic resistance)

Der Widerstandsbelag erfasst die Verluste in den metallischen Leitern. Die Leiterabmessungen, das Leitermaterial und die Temperatur bestimmen den Gleichstromwiderstand Ro'. Aufgrund des Skineffektes nimmt der Leiterwiderstand mit wachsender Frequenz zu. Ebenso steigt er mit der Kabellänge linear an.

Leitfähigkeit (engl. conductivity)

Kupfer ist und bleibt, wegen seiner guten elektrischen Leitfähigkeit, der Standard-Leiterwerkstoff Der Reinheitsgrad des hierzu verwendeten Elektrolytkupfers beträgt hier 99,9 %. Häufig in der Elektronik auch Kupfer versilbert.

Leitung (engl. Core)

Unter einem Mantel / Isolation zusammengefasste Adern beliebiger Anzahl.

Leitungskurzbezeichnung (engl. Cable type letter code)

Eine Kennzeichnung von Leitungen und Kabeln entsprechend ihres Aufbaus, Nennquerschnitts und der Aderzahl, Nennspannung und Leiterform, die durch das Aneinanderfügen vorbestimmter Buchstaben und Zahlen erfolgt. In Standards und Regelwerken ist die Bedeutung der Buchstaben und Zahlen festgelegt.

Link

Ein Link stellt eine vollständige Verkabelungsstrecke vom Etagenverteiler bis zum Eingang des Endgerätes dar. Es beinhaltet alle Anschlussdosen und Stecker, Installationskabel sowie Patchkabel. Die Qualität eines Links wird Kategorien unterteilt

Litze (engl. Strand)

Die zu einem Bündel zusammengeführten Einzelnen Drähte eines Leiters, je nach gefordertem Querschnitt in unterschiedlicher Anzahl und Einzeldrahtstärke. Das Bündeln der Einzeldrähte erfolgt entweder durch Verseilung oder durch Würgen. Möglich bis höchstflexibel, aus 0,05qmm Adern. Wird auch Aufbau der Ader genannt.

LiYv

Einzeladern (Litze) verzinnt

LiYCY

MehradrigPVC Einzeladern mit PVC Mantel und Kupfer-Abschirmung (C steht für Kupfer).
Bis 64 Adern

LiYY

Mehradrige Litzenleitung PVC Einzeladern mit PVC Mantel ohne Schirm

Mantel (engl. Outer sheath, jacket)

Bedeutet die äußere Umhüllung einer Leitung oder eines Kabels,

Manteldurchmesser (engl. Outer diameter)

Durchmesser des kleinsten Kreises, der die Mantelfläche umschließt.

Mantelleitung (engl. Sheathed cable)

Bezeichnung für z:B. NYM und andere ummantelte Leitungen. Nennspannung bis 300/500V

Massivleiter (engl. Single conductor)

Leiter, der im Gegensatz zur Litze nur aus einem Draht besteht. Ein starrer Draht ist zur festen Verlegung geeignet.

Master

Zentraler Busteilnehmer, der den Buszugriff regelt. Alle anderen Teilnehmer arbeiten als Slaves

Master-Slave-Prinzip (engl. Master-Slave principle)

Master-Element bestimmt, Slave Elemente folgen den Anweisungen. Bei der dezentralen Bussteuerung z. B. vergibt ein Automatisierungsgerät als Master-Element die Zugriffsrechte für die anderen Komponenten

MCM

Maßangabe für größere Querschnitte bei AWG-Maßen.
1 MCM = 1000 circular mills = 0,5067 mm˛

MIL

Military Specification -USA-

Modem

Einrichtung zur Anpassung von digital arbeitenden Datenstationen an analoge Fernmeldewege.

Modulation

Ein zu übertragendes Netzsignal wird durch ein Trägersignal verändert.

Motorenkabel (engl. Motor cable)

Motorenkabel / Motoranschlußleitungen sind Versorgungsleitungen für stationäre und bewegliche Elektromotoren

NEC

National Electrical Code. Standard Norm für die Sicherheit elektrischer Geräte wie z. B. Apparate Elektroinstallationen im Niederspannungsbereich bis 600 V in den USA.

NEMA

National Electrical Manufacturers Association. Die NEMA erstellt und vertreibt gemeinsam mit IECA Standards für Kabel und Leitungen USA.

NEMCO

Norwegische Prüfbehörde, ähnlich VDE in Deutschland.

Nennquerschnitt (engl. nominal cross-section)

Die Angabe des Nennquerschnitts erfolgt in Quadratmillimeter. Er wird aber nicht als geometrischer Querschnitt, sondern als elektrisch wirksamer Querschnitt des Leiters bei 20 °C definiert. Die Einhaltung des Nennquerschnittes muss bei der Endprüfung des Produktes nachgewiesen werden und ist auch einer der Schwerpunkte der Selbstkontrollen der laufenden Fertigungsüberprüfungen.

Nennspannung (engl. Nominal voltage)

Nennspannung ist die Spannung, auf welche der Aufbau der Leitung hinsichtlich der elektrischen Eigenschaften bezogen wird. Die Nennspannung wird durch Angabe von zwei Wechselspannungen U0/U in V ausgedrückt: U0 = Effektivwert zwischen einem Außenleiter und der „Erde“ (nichtisolierende Umgebung). U = Effektivwert zwischen zwei Außenleitern einer mehradrigen Leitung oder eines Systems von einadrigen Leitungen.

Netzwerk (engl. Network)

Leitungsnetz, mit dem Verbindungen zwischen Datenstationen hergestellt werden.

Neutralleiter (engl. Neutral conductor)

Neutralleiter, soweit vorhanden, dürfen keinen kleineren Querschnitt als Außenleiter haben VDE 0100 Teil 520, Abschnitt 524.2.

Next, Fext (Nebensprechdämpfung) (engl. Near end cross talk, far end cross talk)

Bei mehrpaarigen Datenkabeln wird durch die Feldwirkung der Signalübertragung eines Paares bei den Nachbarpaaren ein Störsignal induziert. Das Nebensprechen ist nicht abhängig von der Länge sondern wird größer mit steigender Frequenz. Die Differenz zwischen dem Sprechsignal und dem auf dem Nachbarpaar messbaren Störsignal wird als Nebensprechdämpfung bezeichnet und in dB angegeben.

NFPA

Abkürzung für National Fire Protection Association. Herausgeber von NFPA Normen und NEC – USA.

NFPA 79

NFPA 79 ist der Teil des National Electric Code (NECŽ) der sich u. a. mit den Anforderungen zur Verdrahtung industrieller Maschinen befasst. Die National Fire Protection Assosiation (www.nfpa.org) ist der Herausgeber dieses wichtigen Standards. Der Anwendungsbereich von NFPA 79 betrifft alle elektrischen und elektronischen Komponenten einer Maschine mit einer maximalen Nennspannung bis 600V. Seit 2006 annäherung an das europäische Gegenstück IEC/EN 60204.

Null- oder Erdleiter (engl. neutral wire)

Der Nullleiter ist in elektrischen Stromkreisen mit mehr als zwei Leitern der bei symmetrischer Belastung stromlose Mittelpunktleiter. Er kann zur Nullung herangezogen werden. Null- oder Erdleiter können, je nach Vorschrift, verschieden große Querschnitte besitzen. Sie können normal verseilt oder aufgeteilt in den Zwickeln der Hauptleiter liegen oder als konzentrische Leiter ausgebildet sein.

Nullung (engl. protective multiple earthing)

Die Nullung ist eine Schutzmaßnahme bei elektrischen Niederspannungsnetzen gegen Berührungsspannungen. Zwischen dem Nullleiter und den zu schützenden Anlageteilen wird eine elektrisch leitende Verbindung geschaffen.

NYM

Normleitung für feste Verlegung - Ist bestimmt zur Verlegung über, auf, im und unter Putz, in trockenen, feuchten und nassen Räumen sowie im Mauerwerk und im Beton,.

Nylon (PA)

Eine Gruppe von Polyamiden, vorwiegend eingesetzt als äußere Schutzhülle. Chemische Beständigkeit gegen Benzin, Öl und Fett. Z.B. NYM Kabel

Oberflächenbehandlung von Kupferdraht (engl. surface termination on copper wires)

Der Kupferdraht muss, aus z.B. Korrosionsschutzgründen, häufig mit metallischen Überzügen versehen werden. Die am meisten verwendeten Überzüge sind Zinnauflagen gegen Korrosion durch Schwefel bei z.B. gummiisolierten Drähten bzw. der besseren Lötbarkeit der Drähte. Auch Silber- oder Nickelauflagen sind als Korrosionsschutz bei hohen Temperaturen üblich. Neben der Feuerverzinnung ist heute die galvanische Verzinnung die am meisten verwendete Art, metallische Überzüge auf den Draht aufzubringen. Gewöhnlich werden Drähte, die vom Grobzug kommen (ca. 1,8 mm Durchmesser), im Durchlaufverfahren mit dem metallischen Überzug versehen. Der Überzug hat keine negativen Auswirkungen auf den weiteren Ziehprozess, da die Schichtdicke der Umhüllung im gleichen Verhältnis abnimmt wie der Gesamtdurchmesser des Drahtes.

Ohm (ohm)

Maßeinheit für elektrischen Widerstand. Das Ohmsche Gesetz der Elektrizitätslehre besagt, daß die elektrische Stromstärke I (Ampere) direkt proportional der Spannung e (Volt) und umgekehrt proportional dem Widerstand w (Ohm)

Ölkabel (engl. oil-filled cable)

Ölkabel sind ein- oder dreiadrige Hochleistungs-Hochspannungskabel mit Papierisolierung, Tränkung mit dünnflüssigem Isolieröl, Metallmantel, innerer und äußerer Schutzhülle und Bewehrung. Einadrige Ölkabel können bis 110 kV, dreiadrige im allgemeinen bis 35 kV hergestellt werden. Die freien Zwickelräume in diesem Kabeltyp dienen als Ölkanäle des dünnflüssigen Öles.

Ozonbeständigkeit (engl. ozone resistance)

Bei Hochspannungsleitungen für Neonröhren, Zündkerzen und Röntgenröhren entsteht durch hohe elektrische Feldstärken an der Grenze Kabel-Luft Ozon. Dieses greift insbesondere bei zusätzlicher mechanischer Beanspruchung die Isolation an. Bei Kautschuk entstehen die gefürchteten Ozonrisse.

Paar (engl. Pair)

Zwei miteinander verseilte Adern innerhalb eines Verseilverbandes. Die induktive Koppelung zweier parallel geführter Leiter wird durch das möglichst kurze (Schlaglänge) Zusammendrehen der beiden Adern vermindert.

Panzerung (engl. Armouring)

Siehe -> Armierung

Patchfeld (engl. Patch field)

Ein Patchfeld ist die Umsteckvoreinrichtung, die dem Anschluss, dem Verbinden und Rangieren von Verbindungen dient.

Patchkabel (engl. Patch cable)

Patchkabel gemäß EN 50173/ ISO IEC 11801 dienen der flexiblen Verbindung zwischen Ports der Patchfelder sowie dem Anschluss an die Telekommunikationsdosen.

Photovoltaik (engl. Photovoltaic)

Unter Photovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie mittels Solarzellen. Die Photovoltaik ist ein Teilbereich der Solartechnik..

PiMF

Abkürzung für paarig in Metall­folie.

Plaste (engl. plast material)

Mit die wichtigsten Werkstoffe bei der Kabelherstellung sind die makromokularen organischen Verbindungen, die Plaste. Man unterscheidet sie in Duroplaste und Thermoplaste. Sie werden für die Isolierung und Ummantelung von Leitungen und Kabeln benötigt.

Polyester (PETP) (polyester)

Polyethylenterephthalate sind als lineare gesättigte Polyester thermoplastische Kunststoffe mit hoher Spannungsrissbeständigkeit beständig gegen Wasseraufnahme.

Polyethylen (PE) (polyethylene)

Ein makromolekularer Kohlenwasserstoff mit paraffinähnlichem Aufbau. Mit vorzüglichen dielektrischen Eigenschaften wie z.B. niedrige Dichte, hohe Zähigkeit und Reißdehnung, sehr gutem elektrischen Isolierverhalten, geringer Wasseraufnahme und in fast allen organischen Lösungsmitteln praktisch unlöslich wird er als Isolationsmaterial häufig in der Kabelindustrie verwendet.

Polymer (engl. polymere)

Ein Makromolekül aus vielen kleinen Grundbausteinen, den Monomeren aufgebaut. Wichtigste Polymere sind Thermoplaste (Plastomere), Elastomere und Duroplaste.

Polypropylen (PP) (engl. polypropylene)

Polypropylen wird durch Polymerisation hergestellt und gehört zu den teilkristallinen Thermoplasten, ähnlich wie Polyethylen, jedoch hohe Steifigkeit, Härte und Festigkeit mit guten elektrischen Eigenschaften.

Polystyrol (engl. polystyrene)

Polystyrol sind Thermoplaste, die in der Kabelindustrie als Styroflexfolien bzw.-fäden bekannt sind (Styroflexkabel). Verwendet werden sie als schlagfeste, hochflexible aber reißfeste Folien von z.B. 0,02-0,2 mm Dicke.

Polyurethan (PUR) (engl. polyurethane)

Die thermoplastischen Polyurethane sind in ihren Eigenschaften den Polyamiden ähnlich, nehmen im Gegensatz zu diesen kaum Wasser auf, mit hervorragenden mechanischen Eigenschaften, schlagfest, kerbzäh, hohe Flexibilität bei tiefen Temperaturen, gute Beständigkeit gegen Abrieb.

Polyvinyl Chloride (PVC) (engl. polyvinyl chloride)

Polyvinyl Chlorid ist ein Thermoplast, das für die Kabelindustrie hergestellt wird. Es ist ein geruchloses, rieselfähiges, weißes Pulver. Es ist elektrolytfrei und zeigt dadurch sehr gute dielektrische Eigenschaften.

PUR

Abkürzung für Polyurethan; zäher abriebfester thermoplastischer Kunststoff.
Leitungen aus PUR sind für hohe mechanische Beanspruchungen, wie Scheuer- oder Schleifbewegungen. Sie sind säure- und ölbeständig und für den Einsatz in nassen, feuchten, trockenen oder explosionsgefährdeten Räumen oder im Freien geeignet.

Prägung (engl. Imprinting)

Kennzeichnung von Leitungen und Kabel durch Reliefprägung (ohne Farbe). Diese Technik ist nur in noch warmem Zustand des Mantels möglich, da die Kennzeichnung positiv oder negativ in das Material eingedrückt wird.

Profibus

Das Profibus-Netzwerk ist auf dem Prinzip der Master-Slave-Kommunikation aufgebaut. Der Controller (Feldbus-Master) liest zyklisch die Information der Feldgeräte (Feldbus-Slaves) und schreibt ihnen die Ausgabewerte. In einem Profibus DP Netzwerk ist eine Hochgeschwindigkeits Übertragungsrate von bis zu 12 Mbit/s möglich. Es basiert auf der Europäischen Norm EN 50170.

Prüfspannung (engl. Test voltage)

Spannung, die an den Prüfling zum Nachweis einer bestimmten Spannungsfestigkeit angelegt

PTFE

Polytetrafluoretylen

Querschnitt (engl. Crosssection)

In der Regel wird der Querschnitt in qmm angegeben. Bei bestimmten Leitungs- und Kabelarten, die immer aus eindrähtigen Leitern aufgebaut sind (Fernmeldekabel), wird zur Kennzeichnung der Durchmesser verwendet.

RAL

Die RAL-Farben mit der vierstelligen Nummer sind seit über 70 Jahren ein Maßstab für Farbgebung. Die Register dienen als Farbvorlage für Gestaltungen, beinhalten aber auch Sicherheits- und Signalfarben und erfüllen die Farbvorgaben von DIN-Normen.

Rauchdichte (engl. smoke tightness)

Die Rauchdichte wird an halogenfreien Leitungen und Kabeln gemäß VDE 0472 T 816 gemessen, die auch der Vorschrift IEC 1034-1 entspricht.

Raster (engl. Grid)

Der Abstand der Leiter eines Bandkabels Flachbandkabels zueinander.

REACH

REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Die Reach Kommision hat Ihren Sitz in Helsinki/ Finnland. Zweck dieser Verordnung ist es, ein hohes Maß an Schutz für die menschliche Gesundheit und die Umwelt sicherzustellen.

Reflexion

Signalreflexionen entstehen an Koppelstellen von Komponenten wie Steckern und Kabeln und sind bei Kabelnetzen auf unterschiedliche Wellenwiderstände zurückzuführen: Dieses führt bei extremen Wellenwiderstands Differenzen zur Signalverzerrung.

Regellänge (engl. supply length margin)

In Normen und Kundenvereinbarungen festgelegte Lieferlänge, die geringfügig über- oder unterschritten werden kann. Üblich sind max. 10%
Bei wenigen Herstellern 15%

Resistent (engl. Resistant)

Das Kabel leistet bestimmten Stoffen Widerstand, d. h. es wird von ihnen nicht zerstört, beschädigt oder auch zersetzt. Siehe Liste

RFID

RFID heißt Radio Frequency Identification und bedeutet, dass Daten ohne Berührung und Sichtkontakt übermittelt werden können.

RG/U

Abkürzung von Radio Government, Universal. RG ist eine Militär-Bezeichnung für Koaxialkabel in MIL-C-17. R=Radio, G=Guide, U=Utility.

Ringbedruckung (engl. ring print position)

Litzen oder Adern für Fernmelde- und Datenverarbeitungsleitungen und -kabel werden meistens in einer Grundfarbe extrudiert und mit verschiedenfarbigen Ringgruppen während des Extrudierens bedruckt.

Ringe wickeln, Liefern in Ringen (engl. delivery on coils)

Dünne Datenkabel, Leitungen, Wickeldrähte können auch in z.B. mehrfach abgebundenen Ringen geliefert werden. Es besteht aber beim Transport eine erhöhte Gefahr durch Beschädigungen.

RJ-45

Die RJ45-Verbindung ist ein achtpoliges Miniaturstecksystem u. a. für Patchkabel. Der Stecker ist für den Verkabelungsstandard ISO/IEC 11801 normiert.

RoHS (engl.: Restriction of the use of certain hazardous substances)

Die EG-Richtlinie 2002/95/EG zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten. Sie regelt die Verwendung von Gefahrstoffen in Geräten und Bauteilen, sowie die jeweilige Umsetzung in nationales Recht. Wird bei Elkab auf jedem Lieferschein bestätigt.

Rückdrehung (engl. Backtwist)

Der Begriff bezieht sich auf den Verseilungsvorgang. Die Verseilmaschine ist technisch so ausgelegt, dass die zu verarbeitenden Elemente torsionsfrei zu einem Seil zusammengedreht werden.

S-FTP (engl. Shielded Foil and Braid Twisted Pair)

Der Aufbau der paarverseilten Leitungen mit Folien- und Geflechtschirm zeichnet sich aus durch eine Folienschirmung über allen Paaren, über welche ein zusätzlicher Schirm aus verzinntem Kupfergeflecht gelegt ist.

Sauerstoffindex (engl. Oxygen index)

Prozentualer Anteil des Sauerstoffs in der Umgebungsluft, der notwendig ist, um die Verbrennung nach Entfernung einer Flamme aufrechtzuerhalten. Da der natürliche Anteil des Sauerstoffs in der Luft ca. 23% beträgt, werden Stoffe mit einem Sauerstoffindex größer als 24 im allgemeinen bei Wegnahme der Flamme von selbst erlöschen. Dieser Begriff taucht insbesondere bei halogenfreien Leitungen und Kabeln auf.

Schichtenmantel (engl. Composite layer, composite sheath)

Die Kombination einer Aluminiumfolie mit dem Kunststoff-/Polyethylenmantel eines Kabels. Die Folie umhüllt längseinlaufend und überlappend den Kern des Kabels, wobei die Kunststoffseite nach außen zu liegen kommt. Der darauf extrudierte Außenmantel verbindet sich durch die Temperatureinwirkung homogen mit der Folie, damit insgesamt eine untereinander verbundene „Schicht“ Aluminium-Folie-Mantel entsteht. Anwendung bei Fernsprechaußenkabeln.

Schlaglänge (engl. Length of lay, length of twist)

Die Schlaglänge ist das Maß für die Strecke (gemessen in Richtung der Längsachse), welche die Elemente einer Lage nach einer vollen Umdrehung zurücklegen

Schleppkettenleitungen (engl. power chain cables)

Schleppkettenleitungen sind Leitungen, die in Energieführungsketten zum Einsatz kommen. Z. B. Roboterkabel

Schnittstelle (engl. Interface)

Anschlussstelle einer technischen Einrichtung, die bestimmte Eigenschaften zur Anschlussfähigkeit an eine andere technische Einrichtung umfasst.

Schutzarten (engl. Degrees of protection)

Schutz von elektrischen Betriebsmitteln durch Gehäuse, Abdeckungen und dergleichen. Schutz der Betriebsmittel gegen Eindringen von festen Fremdkörpern und gegen Eindringen von Wasser. ( IP )

Schutzkontakt, voreilend (engl. Leading protective ground)

Der PE-Kontakt eines Steckverbinders stellt zuerst den Kontakt her bzw. wird zuletzt getrennt, und ist durch Schutzleiterzeichen gekennzeichnet.

Schutzleiter (engl. Protective conductor)

(Symbol PE) Ein Leiter, der für einige Schutzmaßnahmen gegen gefährliche Körperströme erforderlich ist, um die elektrische Verbindung zu nachfolgenden Teilen herzustellen. Die Kennzeichnung des Schutzleiters in Leitungen ist grün/gelb (GNYE).

Schwer entflammbar (engl. Flame retardant)

Thermoplast- und Elastomer-Mischungen für Isolationen und Mäntel werden durch entsprechende Zusätze conditioniert, damit sie bei Hitzeeinwirkung nur mit Verzögerung in Brand geraten. (Flammwidrig).

Seele (engl. Central element)

Das Innere des Kabels - Kern

Selbstverlöschend (engl. Self-extinguishing)

Eigenschaft eines (Kunst-)Stoffes selbst zu verlöschen, wenn keine Flamme mehr am Material liegt.

SEMCO

Schwedische Prüfbehörde, ähnlich VDE.

SEV

Abkürzung für Schweizerischer Elektrotechnischer Verein, Prüfbehörde ähnlich VDE.

Shore

Härtegrad des Leitungsmantels. Die Definition lautet: Der Widerstand gegen das Eindringen eines anderen Körpers, der ausnahmslos vor dem Auftreten einer Schädigung gemessen wird. Shore-A-Prüfung bei weichen Kunststoffen, Shore-D-Prüfung bei härteren Kunststoffen.

Skin-Effekt (engl. Skin effect)

Je höher die Frequenz des Nutz- oder Störsignal ist, umso mehr wird der hochfrequente Strom an die Oberfläche gedrängt. Der Skin-Effekt ist die Eigenschaft eines Wechsel- bzw. Hochfrequenz-Stromes in einem Leiter durch Prozesse der Induktion, Feldlinien an die Oberfläche zu drängen. Dies begrenzt die Eindringtiefe eines von außen eingestrahlten elektromagnetischen Feldes in das Objekt und somit auch dessen Wirksamkeit im Innern.

Slave

Teilnehmer an einem Netz, der nur nach Ansprache durch den Master am Datenaustausch teilnehmen kann

Spannung (engl. Voltage, tension)

Elektrische Maßeinheit, gemessen in Volt, d. h. Spannung = Widerstand x Stromstärke.

Spannungsebenen (engl. Voltage-level classes)

Man spricht von vier Spannungsebenen. Alles was <1000 Volt ist, gehört zur Gruppe Niederspannung. Als Hochspannung gelten Spannungen > 1000V. Innerhalb der Hochspannung wird in der Praxis noch unterschieden nach: Mittelspannung 1 kV – 30 kV, Hochspannung 50 kV – 150 kV, Höchstspannung 150 kV – 400 kV.

Spezifischer Durchgangswiderstand (engl. Specific volume resistance)

Der spezifische Durchgangswiderstand [Ohm m] ergibt sich aus dem gemessenen Durchgangswiderstand [Ohm] multipliziert mit der Messfläche [m˛] dividiert durch die Probenlänge [m]. VDE 0207, Teil 4 und VDE 0303, Teil 30.

Spiralkabel (engl. Spiral cable)

Flexible Leitungen, die zu einer „Spiralfeder“ geformt sind. Die Leitung wird auf einen Rohr gewickelt. Durch Wärmezufuhr (Tempern) werden die durch den Wickelvorgang hervorgerufenen Spannungen im Kunststoff abgebaut. Nach Abkühlung bleibt die Spiralform als spannungsfreier Zustand der Leitung bestehen.

Stabilisator (engl. Stabiliser)

a) Ein Bestandteil, der in manchen Kunststoffen verwendet wird, um physikalische und chemische Eigenschaften während der Verarbeitung und der Nutzungsdauer zu erhalten.
b) Zusatzstoffe (z. B. Blei-, Zinn- oder Cadmium-Salze) für Kunststoffe. Sie verzögern oder wirken dem Abbau- und Alterungsprozess entgegen, der bei thermischer Belastung eintritt.

Steckverbinder (engl. Connector)

Steckverbinder sind Bauelemente, die es ermöglichen, elektrische Leiter anzuschließen und dazu bestimmt sind, mit einem passenden Gegenstück lösbare elektrische Verbindungen herzustellen.

Steuerleitungen (engl. Control cables)

Anschluss- und Steuerleitungen sind Leiter aus blanken oder verzinnten Kupfer-Drähten. Flexibel, weitgehend beständig gegen Öle verschiedenster Art, Laugen und Säuren. Anwendungen finden in vielfältigen Bereichen statt. Als Kontroll- und Steuerleitung im Maschinenbau, Anlagenbau, in Industrieanlagen aller Art, in Mess- und Regeltechnik, Verfahrenstechnik, Datenverarbeitung usw.

STP (engl. Individually Screened Foil and Braid Twisted Pair)

Bei paarverseilten Leitungen mit Folienschirmung der Einzelpaare und Gesamtgeflechtschirm sind die Adern paarig verseilt und individuell mit einer metallischen Folie geschirmt, um ein besonders geringes Nahnebensprechen zu erreichen. Zusätzlich wird ein Gesamtschirm eingebracht.

Strombelastbarkeit (engl. Ampacity)

Höchstzulässiger Strom, der unter festgelegten Bedingungen übertragen werden kann. VDE0298, Teil 4.

Stromkreise (engl. Electric circuits)

In einer Leitung können Stromkreise mit unterschiedlichen Spannungen betrieben werden, wenn sie für die höchste vorkommende Spannung isoliert sind, VDE 0113 Teil 1 und VDE 0100 Teil 520.

Stromstärke (engl. Current)

Elektrische Einheit, gemessen in Ampere. Stromstärke = Spannung/ Widerstand.

Talkum (engl. Talcum)

Talkum ist ein mineralisches, leicht fettiges Naturprodukt. Es wird pulverförmig als Trenn- oder Gleitmittel in der Kabelproduktion eingesetzt. Es verhindern, daß das heiß aufgebrachte Mantelmaterial an der Aderisolation verklebt. Das Kabel lässt sich anschließend besser abmanteln und verarbeiten.

TDR (engl. Time Domain Reflectometry)

Dieses Messverfahren wird zur Fehlerortung in Kupferkabeln angewendet. Aus der Laufzeit und der Form eines reflektierten Signals kann man den möglichen Fehlerort ziemlich genau bestimmen. Bei PVC-isolierten Adern beträgt dieser Werte ca. 0,541.

Temperaturbereich (engl. Temperature range)

Wird der vorgegebene Mindesttemperaturbereich unterschritten, darf auf das Kabel keine mechanische Kraft einwirken, da sonst die Isolation bricht (Starrheit der Polymerketten). Bei einer Überschreitung der Höchsttemperatur beginnt die Isolation zu schmelzen (Auflösung Polymerketten). Wichtig! Bei jeder Temperaturänderung verändert sich auch der Widerstand des Leiters.

Thermoplaste (engl. Thermoplastics, thermoplastic materials)

Thermoplaste sind nicht vernetzte molekulare Verbindungen. Sie sind durch Erwärmung immer wieder in einen plastischen Zustand zu versetzen. Sie werden hauptsächlich zur Ummantelung und Isolierung von Kabeln und Leitungen verwendet.

Torsion

Verdrehen der Leitung um die Längsachse. Wird u.a. in VDE0298 geregelt.
Flexible Leitungen sind im Allgemeinen nicht für Torsionsbeanspruchungen bestimmt. Ist dies nicht zu vermeiden, sollte der Aufbau, die Art der Leitung und die Art der Verlegung zwischen dem Anwender und dem Leitungshersteller abgestimmt werden.

Tragarmleitung (engl. Supporting cable)

Sie dienen aufgrund ihrer kleinen Abmessungen der Installation in kleinen und kleinsten Geräten.

Trägerfrequenzschaltung (engl. Carrier frequency, hook-up wire)

In Trägerfrequenzanlagen werden sie zur Nachrichtenübertragung eingesetzt. Es können bis zu 120 Trägerfrequenzkanäle gleichzeitig auf einem Kabel übertragen werden.

Tragorgan (engl. Supporting core)

Seile aus Hanf, Stahl oder Kunststoff werden als tragendes bzw. Zugkräfte aufnehmendes Element in die Konstruktion eingebaut. In den meisten Fällen wird das Tragorgan zur Seele, also in der Mitte der Kabel und Leitungen angeordnet. Möglich sind auch andere Konstruktionen in der sich das Tragseil außen am Mantel befindet.

Transferimpedanz (Kopplungswiderstand) (engl. Transfer impedance)

Die Transferimpedanz (Kopplungswiderstand) ist die maßgebliche Größe für die Güte des Schirmes und frequenzabhängig. Sie ist das Verhältnis des Spannungsabfalls längs eines Schirmes auf der gestörten Seite (außen) zu dem Störstrom auf der anderen Seite (innen) des Schirmes. Der Kopplungswiderstand wird durch den Aufbau des Schirmes, den Skineffekt und die kapazitive Einkopplung bestimmt.

Trassenwarnband (engl. Route warning tape)

Bei Erdarbeiten entsteht der größte Schaden an bereits in der Erde verlegten Kabeln. Aus diesem Grund werden ca. 40 cm über dem verlegten Kabel sogenannte Trassenwarnbänder verlegt, die Baggerführer bei Erdarbeiten auf die Kabeltrasse aufmerksam machen sollen.

Trennfolien, PETP-Folien (engl. Separator)

Polyethylenterephthalat-Folien werden in der Kabelindustrie als Isolierfolien eingesetzt. Sie besitzen sehr gute dielektrische und mechanische Eigenschaften. Wird auch als Trennfolie bei PVC-isolierten Leitungen eingesetzt.

Trennschicht (engl. Separating layer)

Folien, die zwischen den einzelnen Schichten auf die Kabelseele aufgebracht werden, um schädliche Einflüsse zu vermeiden.

Triaxial Kabel (engl. Triaxial cable)

Dreileiterkabel, welches aus drei zusammenhängenden Achsen aufgebaut ist. Es besteht aus einem Leiter in der Mitte, der zweite Leiter konzentrisch um den ersten Leiter und der dritte Leiter ist isoliert von den ersten beiden, normalerweise durch Isolation, ein Geflecht und einen Außenmantel.

Trommel (engl. Reel)

Um die Rüstzeiten niedrig zu halten, ist die Kabelproduzent bestrebt große Kabel- bzw. Leitungslängen auf Trommeln/Spulen zu bringen. Es gibt in der Kabelindustrie viele verschiedene Trommelgrößen.

Trommelauswahl (engl. Reel size choice)

Die meisten Aufwickelanlagen der Kabelindustrie verfügen heute über Tabellen mit Füllvolumen bzw. aufwickelbare Produktlängen und Biegeradien. Somit ist Gewährleistet das die richtige Trommel ausgewählt wird.

Trommelbar (engl. Reeling)

Bei ständiges Ab- und Aufwickeln über längere Zeit darf das Kabel nicht zu Schaden kommen. Durch den besonderen Aufbau der Leitung muß dies Gewährleistet sein. Das ständige Auf- und Abwickeln stellt hohe Ansprüche an den Aufbau (Konstruktion) der Leitung.

Tubenkabel (engl. Tube cable)

Koaxialkabel Sie werden als Fernkabel zur Übertragung von Fernsehsignalen und Nachrichten benötigt.

UL

Abkürzung für Underwriters Laboratories. Amerikanische Prüfbehörde, ähnlich VDE in Deutschland.

UL Listing Mark für „listed cables & wires“ (engl. UL Listing Mark for listed cables & wires)

Einsatz dieser Kabel und Leitungen für die feste Verkabelung in Gebäuden zu Wohnzwecken, zur gewerblichen Nutzung und für die Industrie. Gelistete Kabel und Leitungen müssen nicht nur den entsprechenden individuellen UL-Produkt-Standards genügen, sondern auch in Übereinstimmung mit den entsprechenden Artikeln des National Electrical Code (NEC) eingesetzt werden. Approbationskennzeichen am Produkt: = UL Listing mark.

Ultraviolette Strahlung (engl. Ultraviolet radiation)

Diese unsichtbare Strahlung ist der Bereich des Spektrums der elektromagnetischen Wellen, welcher an den sichtbaren Bereich anschließt (UV-Strahlung). Nicht alle Kabel sind UV beständig. PVC Kabel sind z.B. UV beständig

UTE

Abkürzung für Union Technique de l'Electricité (Frankreich).

Vagabundierende Ströme (engl. Vagrancy currents)

Ströme, die nicht über das elektrische Leitungsnetz (L1, L2, L3, N) fließen, bezeichnet man als vagabundierende Ströme.

VDE

Abkürzung für Verband Deutscher Elektrotechniker e.V., VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut – VDE-Prüfstelle.

Verdrahtungsleitung (engl. Wiring cable)

Leitung zur Verdrahtung von Betriebsmitteln, Schaltschränken usw.

Verlängerungsleitung (engl. Extension cord)

Dies ist eine ortsveränderliche Leitung, welche mit Kupplungsstecker und Kupplungssteckdose konfektioniert ist. Die Kupplungen sind fest an der Leitung enthalten Schutzkontakte.

Verlegetemperaturen (engl. Laying temperature)

Bei der Verlegung sollte die Kabeltemperatur nicht zu tief liegen. Die Ummantelung und Isolierung ist bei Kälte biege- und schlagempfindlich. Es könnte unter Umständen zu Rissen oder Bruchstellen kommen.

Verlustfaktor (engl. Loss factor)

Der Verlustfaktor ist frequenz-, temperatur- und kapazitätsabhängig. Dieser Faktor ist das Verhältnis von Wirkleistung zu Blindleistung bei sinusförmiger Spannung.

Verlustleistung (engl. Power dissipation factor)

Als Verlustleistung bezeichnet man die Differenz; zwischen aufgenommener Leistung (Wirkungsgrad) Leistungsaufnahme und in der gewünschten Form abgegebener Leistung (Leistungsabgabe) eines Gerätes oder Prozesses. Verlustleistung wird überwiegend als Wärmestrom freigegeben

Vernetzer (engl. Cross-linking agent)

Vernetzer oder Vulkanisierstoffe in Gummimischungen sind entweder Schwefel (für Natur- oder Kunstkautschuk) oder Peroxid (für Silikone, EPDM). Die Schwefelvernetzung fängt bereits bei Raumtemperatur an und intensiviert sich bei Erhöhung der Temperatur.

Vernetzung (engl. Cross-linked)

Der Begriff kennzeichnet einen Herstellungsvorgang von Elastomeren, Thermoplasten und Duroplasten. Unter Verwendung bestimmter Chemikalien verändert sich die Anordnug der Moleküle von flächigen zu räumlichen Strukturen.. Die Vernetzung erfolgt unter dem Einfluss von Wärme und Druck, bei Thermoplasten auch durch energiereiche Strahlen. Die Vernetzung ist endgültig, und nicht umkehrbar. Bestimmte Werkstoffeigenschaften werden erreicht.
Teilweise erhebliche Verbesserung dieser Eigenschaften

Verseilmaschine (engl. Stranding machine, twister)

Durch die Verseilmaschinen erfolgt das Verseilen der Aufbauelemente eines Kabels. Verseilmaschinen sind Einschlag-, Doppelschlag-, Mehrfachschlag-, Schnell-, Korb-, und Universalverseilmaschinen.

Verseilung (engl. Stranding)

Die einzelnen Elemente von Leitungen und Kabeln werden parallel um ein zentrales Element gewunden. Bei den Elementen kann es sich um die Einzeldrähte eines Leiters oder um die Adern oder Gruppen von Adern handeln. Je nach Erfordernis erfolgt das Verseilen der Elemente mit unterschiedlichen Schlaglängen.

Verseilverband aus mehr als vier Adern (engl. Core stranding with more than four cores)

Es wird immer der für den Kabelaufbau beste Lagenaufbau der Verseilelemente gewählt, um möglichst runde Kabel zu erhalten. Mit Füllelementen werden offene Stellen zwischen den Lagen gefüllt.

Verseilverband, Verseilverbund (engl. Core stranding)

Ohne Verseilung würden parallel nebeneinander liegende Drähte bei Biegung deformieren. Die äußeren Drähte würden überdehnt, die inneren gestaucht werden. Die Einzeldrähte werden schraubenförmig zusammengedreht, um die Biegsamkeit und Beweglichkeit des Leiters zu erhalten. So erhält man den Verseilverband oder Verseilverbund.

Vierer (engl. Quad)

Verseilart, bei der vier Einzeladern zu einem Vierer verseilt werden (Fernmeldekabel und -leitungen).

Volt

Elektrische Maßeinheit für die Spannung. 1 Volt ist die Spannung, die in einem Widerstand von 1 Ohm einen Strom von 1 A hervorruft. Spannung = Widerstand x Stromstärke

VPE (engl. Cross-linked polyethylene XLPE)

Vernetztes Polyethylen.

Vulkanisation (engl. Vulcanising)

Technologischer Prozess, bei dem mittels Temperatur, Druck und Verwendung von z. B. Schwefelverbindungen die Moleküle des Kautschuks dazu gebracht werden, Querverbindungen einzugehen. Erst durch diesen Prozess erhält Kautschuk seine dauerelastische Eigenschaft und wird industriell verwertbar

WAN (engl. Wide Area Network)

WAN ist die Abkürzung für Wide Area Network. Es ist ein großes Netzwerk mit unter Umständen weltweiter Ausdehnung. WANs verbinden meist LANs (Local Area Network) über Telefonleitungen. Router und Gateways sorgen für Verbindung der LANs mit unterschiedlicher Technologie. WAN ist sozusagen ein Weitverkehrsnetzwerk zur Anbindung von entfernten Benutzern an ein zentrales Netzwerk über öffentliche Leitungen.

Wanddicke (engl. Wall thickness)

Die Dicke der Leiterisolation oder des Mantels. Wir oft durch die Spannung vorgegeben.

Watt

Elektrische Maßeinheit für Leistung V x A = Watt (VA).

WEEE-Richtlinie (engl. WEEE directive)

Im Rahmen des Elektro- und Elektronikgeräte Gesetzes (ElektroG) wird mit der WEEE-Richtlinie die Rücknahme von Elektro- und Elektronikprodukten geregelt.

Wellenwiderstand (engl. Characteristic impedance)

Der Wellenwiderstand ist der Eingangswiderstand einer unendlich langen Leitung oder einer mit dem Kennwiderstand abgeschlossenen Leitung.

Wickelverbindung (engl. Wire–wrap connection)

Hierbei handelt es sich um eine lötfreie elektrische Verbindung. Der Kontakt wird von einem blanken Kupferdraht hergestellt, der unter großem Zug um einen aus Bronze, Messing oder Silber bestehenden Vierkantstab ge­wickelt wird (wird auch Kaltschweißung genannt).

Widerstand (engl. Resistance)

Widerstand = Spannung/Stromstärke; „Hemmung“ für den Stromfluss, ausgedrückt in Ohm. Je kleiner der Querschnitt, umso größer der Widerstand. Je mehr Ohm, desto schlechter der Stromfluss.

Zerhacker (engl. Vibrator, chopper)

Es ist ein Polwechsel mittlerer Leistung zur Erzeugung einer Wechselspannung aus einer Gleichspannung.

Zink (engl. Zinc)

In der Kabelindustrie werden zum Korrosionsschutz und zur Bewehrung verzinkte Stahlbänder bzw. Stahldrähte verwendet.

Zinn (engl. Tin)

Zinn wird zum Verzinnen von Kupferdrähten verwendet.

Zugbelastung (engl. Tensile load)

Diejenige Kraft, bis zu der ein Kabel unter bestimmten Voraussetzungen ohne Gefahr belastet werden darf.

ZVEH

Abkürzung für Zentralverband der Deutschen Elektrohandwerke e.V. (Deutschland).

ZVEI

Abkürzung für Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronik Industrie e.V. (Deutschland).

Zwickel (engl. Gusset)

Hohlräume, die zwischen den zu einem Seil verseilten Adern aufgrund ihres kreisförmigen Querschnitts zwangsläufig entstehen. Bei Verwendung von Sektorleitern entstehen praktisch keine Zwickel.

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